Über 100 Besucher:innen und 10 neue Moscheeführer:innen – Tag der offenen Moschee

in Spandau und Reinickendorf

Zum Tag der offenen Moschee am 03. Oktober empfangen muslimische Gemeinden jährlich deutschlandweit ihre Nachbar:innen. In diesem Jahr haben zwei Berliner Moscheegemeinden aus den Moscheen-Netzwerken Reinickendorf und Spandau ganz besondere Veranstaltungen angeboten.

Gemeinsam mit dem Teiba-Kulturzentrum in Spandau lieferte das Projekt „Muslimische Gemeinden in Bewegung“ einen Blick hinter die Kulissen, wie muslimische Gemeinden einen Beitrag zur Gesundheit in ihrem Kiez leisten können. Die Gesundheitsbeauftragten Diala E. und Ibrahim E. – ehrenamtlich Aktive in der Gemeinde, die vom Projekt zur Verweisberatung qualifiziert wurden – stellten zunächst in einem Interview ihre Aktivitäten und Erfahrungen vor. Sie boten den Gästen anschließend mit einem Fragespiel unterhaltsame und zugleich lehrreiche Perspektiven auf Gesundheitsfragen. Damit verdeutlichten sie, dass Moscheegemeinden nicht nur Gebetshäuser, sondern auch Akteure in ihrem Sozialraum sind. Der besondere Gast des Tages war der Bezirksstadtrat für Jugend und Gesundheit, Herr Oliver Gellert, der sich in einem Grußwort an die über 30 Besucher:innen wandte. Er freute sich, mit Gemeindemitgliedern und Gästen ins Gespräch zu kommen und betonte, dass er es schätze, dass Gemeinden sich über all die Jahre immer wieder für ihre Nachbarschaft öffnen. Anschließend gab es eine Führung durch die Moscheegemeinde.

In Reinickendorf öffnete unter anderem die Selimiye-Gemeinde ihre Tür, auch für eine ganz besondere Abendveranstaltung: in feierlichem Rahmen wurden die kürzlich qualifizierten Moscheeführer:innen ausgezeichnet. So erhielten sie nach einem Grußwort des Vorsitzenden, Herrn Sahin, ihre Zertifikate. Überreicht wurden diese von der Beauftragten für Partizipation und Integration, Julia Stadtfeld und dem Leiter des Projekts Community Empowerment – Für eine Zukunftsfähige Nachbarschaft, Oktay Erol. Die Bezirksbeauftragte betonte, dass Moscheeführungen für die Menschen und Institutionen im Bezirk eine sehr gute erste Möglichkeit seien, um einerseits mit muslimischem Leben in Kontakt zu kommen und andererseits das vielfältige Engagement in den Gemeinden – das vermehrt von jungen Menschen getragen wird – kennenzulernen. Unter den ca. 70 Gästen an diesem 3. Oktober beehrten auch Vertreter:innen verschiedener öffentlicher Institutionen die Veranstaltung. Beide Gemeinden boten ihren Nachbar:innen vielfältige kulinarische Spezialitäten, Spiel und Spaß für Kinder und zahlreiche kleine Aktivitäten, um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich kennenzulernen.

Der Tag der offenen Moschee hat gezeigt, welche Bereicherung eine gelungene Netzwerkarbeit der teilnehmenden Gemeinden für den nachbarschaftlichen Zusammenhalt bieten kann.

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