In Reinickendorf haben wir einen praxisnahen Workshop zum Aufbau von Nachbarschaftsverbünden gestaltet. Ziel war es, Gemeinden darin zu stärken, über ihre Rolle als aktive Sozialraumakteure zu reflektieren und gezielt Möglichkeiten des Aufbaus lokaler Kooperationen kennenzulernen und zu diskutieren.
Warum Nachbarschaftsverbünde?
Nachbarschaftsverbünde sollen als Netzwerke fungieren, in denen Moscheegemeinden als gleichberechtigte Partner auf Augenhöhe neben Schulen, Nachbarschaftszentren, Vereinen oder Kirchen stehen. Nachbarschaftsverbünde sollen Vertrauen und Solidarität zwischen den Akteur*innen fördern und Raum für gemeinsame Projekte ermöglichen. Durch die gemeinsame Arbeit sollen die Akteur*innen zudem langfristig für strukturellen antimuslimischen Rassismus sensibilisiert werden.
Die Gemeinden können durch Nachbarschaftsverbünde neue Wege der Teilhabe für sich erschließen, indem sie die gebündelten Ressourcen nutzen und mit ihren Kooperationspartner*innen gemeinsame Interessen im Kiez hörbar machen.
Der Workshop in Reinickendorf
Drei Gemeinden aus dem Bezirk haben in Gruppenarbeit eine Sozialraumanalyse durchgeführt und sich mit folgenden Fragen beschäftigt:
- Welche sozialen Herausforderungen gibt es im Umfeld der Gemeinde?
- Welche Ziele möchten die Gemeinden für die Nachbarschaft erreichen?
- Welche Partner passen zu diesen Anliegen?
Dabei wurden erste Ideen für Kooperationen entwickelt – etwa mit Nachbarschaftszentren, Jugendvereinen und Schulen. Ein Beispiel: Schulen suchen häufig nach authentischen Partnern für interreligiösen Dialog oder Islamkunde, während Moscheegemeinden ihre Expertise einbringen und gleichzeitig die Infrastruktur der Schulen nutzen können.
Nächste Schritte
Das Projektteam unterstützt die Gemeinden nun dabei, die ersten Kooperationen konkret umzusetzen. Ziel ist es, tragfähige Verbünde zu schaffen, die langfristig wirken – sei es in der Arbeit mit Jugendlichen, in Bildungsprojekten oder beim Einsatz gegen Rassismus.
Ein starkes Signal aus Reinickendorf
Der Workshop hat gezeigt: Moscheegemeinden wollen und können aktive Mitgestalter*innen einer solidarischen Nachbarschaft sein. Die entstandenen Ideen sind ein wichtiger Schritt hin zu einer Vernetzung, die allen Menschen im Kiez zugutekommt.
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