Am 20. Mai 2026 fand in der Hacı Bayram Moschee Berlin der erste Runde Tisch Mitte im Rahmen des Projekts Voice It statt. Unter dem Titel „Kooperation konkret“ kamen Vertreter*innen der Hacı Bayram Moschee, des Bezirksamts Mitte, bezirklicher Fachbereiche, sozialräumlicher Akteur*innen sowie Ehrenamtliche der Gemeinde zusammen. Vorbereitet und durchgeführt wurde der Runde Tisch in enger Kooperation mit dem Bezirksamt Mitte und der Hacı Bayram Moschee. Insgesamt nahmen 25 Personen vor Ort teil.
Ziel des Abends war es, den direkten Austausch zwischen Moscheegemeinde, Bezirkspolitik und kommunalen Angeboten im Kiez zu stärken. Im Mittelpunkt standen das gegenseitige Kennenlernen, die Sichtbarmachung bestehender Angebote und die Frage, wie die konkrete Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und bezirklichen Strukturen weiterentwickelt werden kann.
Die Hacı Bayram Moschee wurde an diesem Abend nicht nur als religiöser Ort sichtbar, sondern auch als wichtiger Treffpunkt im Sozialraum. Sie wird von vielen Menschen, die der Gemeinde verbunden sind, als offene, herzliche und gemeinschaftliche Anlaufstelle wahrgenommen. Nach der Begrüßung durch die Hacı Bayram Moschee eröffnete Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger den Abend. In ihrer Rede betonte sie die Bedeutung des direkten Austauschs zwischen Bezirkspolitik und Akteur*innen vor Ort, damit kommunale Angebote im Kiez passgenau gestaltet werden können. Auch der Vorsitzende der Hacı Bayram Moschee, Orhan Doğan, hob die Rolle der Gemeinde als offene Anlaufstelle für die Nachbarschaft hervor.
Im weiteren Verlauf präsentierten sich verschiedene bezirkliche Arbeitsbereiche und Kiezakteur*innen, darunter das Quartiersmanagement Soldiner Straße, die Sozialraumkoordination des Jugendamtes, das Büro für Integration und Partizipation, die Bildungskoordination Zukunftskiez, die Stadtteilmütter und Integrationslots:innen sowie die Stadtteilkoordination Osloer Straße. Ein Rundgang durch die Moscheeräume gab den Teilnehmenden zudem Einblicke in die Infrastruktur, die Angebote und das Gemeindeleben vor Ort.
Ein zentraler Bestandteil des Abends waren vier Ideentische. Dort wurden Bedarfe, Erwartungen und Kooperationsmöglichkeiten zu den Themen Jugend- und Familienförderung, Quartiersmanagement, Bildungskoordination sowie Stadtteilmütter und Integrationslots*innen gesammelt. Besprochen wurden unter anderem Kooperationen mit Schulen, Angebote für Kinder und Jugendliche, Sprach- und Konzentrationsförderung, die bessere Sichtbarkeit von Kiezangeboten in der Gemeinde sowie niedrigschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote für Familien. Der Austausch machte deutlich, dass Moscheegemeinden durch ihre Nähe zu Familien eine wichtige Brückenfunktion zwischen kommunalen Angeboten, Kiezstrukturen, vielfältigen Unterstützungsangeboten und bisher nicht erreichten Zielgruppen einnehmen können.
Aus dem Austausch entstanden erste konkrete Ideen: Die Hacı Bayram Moschee soll künftig stärker als Veranstaltungsort für bezirkliche Angebote mitgedacht werden. Zudem wurden gemeinsame Kiezprojekte, eine bessere Bewerbung von Familienangeboten in der Gemeinde, Kiez-Touren zu Jugendfreizeiteinrichtungen, Angebote zur Sprachförderung sowie ein regelmäßiger Runder Tisch als mögliche nächste Schritte benannt.
Zum Abschluss unterstrich Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger die Bedeutung gemeinschaftlichen Engagements im Kiez. Der Abend endete mit Dankesworten und einem Grillbuffet im Hof der Moschee. Die Veranstaltung machte deutlich, welches Potenzial in einer langfristigen Vernetzung zwischen Gemeinden, Verwaltung und Kiezakteur*innen liegt. Mit der Hacı Bayram Moschee als zentralem Treff- und Anknüpfungspunkt können bestehende Angebote besser sichtbar gemacht, neue Kooperationen entwickelt und Zugänge für Familien im Sozialraum gestärkt werden.





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